Das Kitchen Barometer 2026 ist eine datenbasierte Studie von RATIONAL in Zusammenarbeit mit Statista über die Situation und die Herausforderungen in Restaurant- und Hotelküchen – mit Fokus auf Kosten, Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel, Qualitätssicherung und Digitalisierung.

Befragt wurden 250 Entscheiderinnen und Entscheider aus Restaurant- und Hotelküchen in fünf Märkten (Deutschland, Frankreich, Japan, Vereinigtes Königreich, USA).

Die Studie analysiert fünf Themenfelder: Betriebskosten, Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel, Qualitätssicherung und Digitalisierung.

Am häufigsten erwarten Befragte steigende Energiepreise (67 %), gefolgt von Inflation bzw. einem allgemein steigenden Preisniveau (63 %) sowie einer mangelnden Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte (59 %).

Global berichten Befragte am häufigsten von stark gestiegenen Kosten bei Lebensmitteln/Rohwaren (56%) und Energie (52%); zudem nennen viele Verpackung/Logistik (50%) und Personalkosten (44%).

Für 67% ist Nachhaltigkeit zentral oder wichtig. Außerdem berichten 62% von einer gestiegenen Nachfrage der Gäste nach nachhaltigen Produkten und Verarbeitung.

Unter Küchen, für die Nachhaltigkeit eine Rolle spielt, setzen 87% auf Reduktion von Lebensmittelverschwendung, 84% auf Entsorgung/Recycling und 83% auf regionale/saisonale Produkte.

64% der Küchenbetreiber berichten, dass der Fachkräftemangel in den letzten 12 Monaten signifikante Auswirkungen hatte. Häufigste Folge: höhere Arbeitsbelastung (57%), und längere Wartezeiten für die Gäste (39%).

Am häufigsten wurden Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung (50%) umgesetzt. Weitere Ansätze sind u. a. die Optimierung von Küchenlogistik/Layout (34%) und Recruiting-Maßnahmen (32%).

Die gängigsten Maßnahmen sind Qualitäts-Checklisten/interne Audits (61%) sowie zentrale Trainings (61%). Zusätzlich setzen 52% auf multifunktionale/intelligente Küchentechnik, um Prozesse zu standardisieren.

Fast alle Befragten (98%) nutzen irgendeine Form digitaler Systeme. Gleichzeitig sind erst 35% vollständig vernetzt, 46% sind teilweise vernetzt und 17% arbeiten überwiegend mit Einzellösungen.

Häufig genannt werden digitale Bestell- & POS-Systeme (48%), digitale Schicht-/Personalplanung (43%) sowie Küchenmanagement/Produktionssteuerung (34%) und digitale Rezept-Standardisierung (34%).

Unter Anwendern berichten 86% von substanziellen Vorteilen durch Küchenmanagement/Produktionssteuerung;85% nennen Vorteile durch automatisiertes Bestands-/Lagermanagement.

Geplante Investitionen sind besonders häufig: Modernisierung der Küchentechnologie (78%), Trainings & Entwicklung (77%), erweiterte Food-Safety-Maßnahmen (76%) und energieeffiziente Geräte (75%).